PHÄNOMENTA Erweiterung: 7 Fragen – 7 Antworten
1. Warum wird der Platz am Nordertor zur Neustadt hin trichterförmig gestaltet ?
Die bauliche Gestaltung ist darauf ausgerichtet, die identitätsstiftenden Bäume zu erhalten
und zu integrieren. Ziel ist, den Bereich nördlich des Nordertors unter Einbeziehung der
großen Rosskastanie und der hinzukommenden Gebäude neu zu gestalten. Er soll
Geschlossenheit vermitteln und gleichzeitig eine Öffnung zur Neustadt hin darstellen.
2. Aus welchen Materialien wird die Fassade des Neubaus bestehen ?
Die Fassade wird Gestaltungselemente des Nordertors aufnehmen, das mit dem „farbigen
Schichtenwechsel“ der Ziegel charakteristisch für die Renaissancebaukunst in Flensburg ist.
Ein horizontaler Streifen dieser Fassade wurde ´gescannt´ und digital weiterbearbeitet.
Die kleinteilige Mauerwerkstruktur des Streifens wird in eine Pixelstruktur umgeformt, die
Farbigkeit entsteht durch das Invertieren des gelb-roten Farbtons des Ausgangsstreifens zu
einem blau-violetten Farbton der neuen PHÄNOMENTA-Fassade. Die Fassade wird als
nicht-tragende, farbige Glasfassade, aufgeteilt in horizontale Streifen, ausgeführt -
konsequent modern und zeitgemäß, gleichzeitig mit kontextuellem Bezug zur bestehenden
Situation.
3. Warum schließen beide Bauabschnitte direkt an das Nordertor an ?
Das Nordertor wird durch die Neubauten städtebaulich eingebunden und damit wieder als
Tor in einer Stadtmauer mit Nutzungen wahrnehmbar. Zwischen den Neubauten und dem
Nordertor ist eine 30-50 cm breite Schattenfuge vorgesehen, die Gebäude werden also nicht
direkt anschließen.
Das Landesamt für Denkmalpflege begrüßt diese Gestaltung aufgrund der Historie des
Nordertors als Teil der ehemaligen Stadtbegrenzung.
4. Gibt es einen direkten Zugang zwischen Nordertor und Phänomenta?
Es wird eine direkte Verbindung, einen Durchgang innerhalb der oben genannten
„Schattenfuge“, geben. Dieser liegt auf der von der Norderstraße aus gesehenen linken Seite
des Nordertors.
5. Bleibt die ehemalige Sparkasse bestehen?
Das Gebäude bleibt erhalten, der Anbau wird davor platziert. Er greift Gestaltung und
Ausrichtung des ehemaligen Sparkassengebäudes auf und steht daher ebenso rechtwinklig
zu den anderen Teilen der PHÄNOMENTA. Ein Abstand von 1,50 m dient der Erschließung
der Gebäude.
6. In welcher Form werden künftig Norderstraße und Neustadt verbunden sein ?
Der Bau rechts des Nordertors verbindet Nordertor und Volksbad. Damit wird der I.-C. -
Möller-Platz baulich gefasst. Durch eine öffentliche Nutzung, market und café, und eine
transparente Gestaltung mit großen Türen im Erdgeschoss werden Neustadt und
Norderstraße verknüpft.
7. Wie werden der I.-C. Möller Platz und die Anbindung an den Hafen aussehen ?
Prägendes Element für die Platzgestaltung ist ein 3,50 m breites Wasserband, in dem das
Wasser von der Phänomenta zum Hafen hinfließt. Mit sieben Kaskaden wird dabei der
Höhenunterschied überwunden. An den Kaskaden sind bewegliche Wehre vorgesehen, die
von Besuchern über einen einfachen Mechanismus zu bedienen sind. Das Wasserband wird
somit auch ein interaktives Ausstellungsobjekt der PHÄNOMENTA.
Der neue PHÄNOMANTA-Turm an der Förde, Endpunkt des Wasserbandes, dient als
Hinweis und Landmarke. Er beinhaltet die solarbetriebene Pumpanlage, die den
Wasserkreislauf aufrecht erhält.
7 Fragen - 7 Antworten herrunterladen [pdf] |